Wohnen im Sonnwendviertel nachhaltig gestaltet
Das Sonnwendviertel in Wien Favoriten wird als dichtes, gemischtes Stadtquartier geplant, das Wohnen, Arbeiten und öffentliche Räume miteinander verknüpft. Ziel ist eine urbane Struktur mit klarer Maßstäblichkeit, kurzen Wegen zu U‑Bahn und Regionalbahn und einer starken Fußgängerorientierung. Gebäudehöhen staffeln sich entlang der Verkehrstrassen, während Zwischenräume als private und halböffentliche Höfe ausgebildet werden. Die Leitidee lautet: urbane Vielfalt, hohe Lebensqualität und Verkehrswende durch eine dichte, aber grün gestaltete Bebauung.
Nachhaltiges Quartiersdesign und Energie
Im Sonnwendviertel gelten Nachhaltigkeitsprinzipien, die auf Energieeffizienz, lokale Erzeugung und Rückgewinnung von Ressourcen setzen. Energieeffiziente Gebäudekonzepte folgen dem Passivhaus- oder Niedrigenergieansatz, kombiniert mit effizienten Haustechniklösungen zur Spitzenlastreduktion. Die Integration erneuerbarer Energien geschieht vor Ort durch Photovoltaik auf Dächern und Fassaden, Solarthermie für Brauchwasser und den Einsatz von Wärmepumpen für Heizung und Kühlung. Gebäude werden so geplant, dass sie netzdienlich betrieben werden können, etwa durch Lastverschiebung mit Batteriespeichern und intelligentem Energiemanagement.
Grüne Infrastruktur, Wasserhaushalt und Baustoffstrategie
Grünräume bilden im Sonnwendviertel ökologische Korridore, verbessern das Mikroklima und erhöhen Aufenthaltsqualität. Dach- und Fassadenbegrünungen leisten Kühlung, erhöhen Biodiversität und verlängern die Lebensdauer von Abdichtungen. Regenwasser wird in Rückhaltesystemen und Versickerungsmulden genutzt, um Kanalspitzen zu reduzieren und das lokale Grundwasser zu unterstützen. Begrünte Böschungen und Blühflächen schaffen Verbindung zu bestehenden Grünräumen wie dem Am Schöpfwerk.
Ressourcenschonendes Bauen ist ein zentrales Element. Holzbau wird bei mehrgeschossigen Wohnbauten bewusst eingesetzt, um CO2 zu speichern und Bauzeiten zu verkürzen. Recyclingbeton mit Anteil an gebrochenen Zuschlägen reduziert Primärressourcen. Lokale Materialstrategien bevorzugen regional verfügbare Baustoffe aus Niederösterreich und der Steiermark, um Transportemissionen zu senken. Lebenszyklusanalysen bestimmen Materialwahl und Instandhaltungsstrategien.
Ein weiterer Absatz erläutert Implementierung und Wartung: Begrünungen werden in Pflegestandards aufgenommen, Regenwassersysteme durch einfache Betreiberhandbücher erklärt und Materialkreisläufe durch Rückbaukonzepte sichergestellt.
Flexibilität, Mobilität und soziale Nachhaltigkeit
Wohngebäude im Sonnwendviertel werden mit flexiblen Grundrissen geplant, die Umnutzungen über Jahrzehnte ermöglichen. Variable Wohnungsgrößen, frei teilbare Wohnungen und barrierearme Zugänge decken unterschiedliche Lebensphasen ab. Gemeinschaftsräume, Werkstätten und Nachbarschaftsgärten fördern soziale Nachhaltigkeit, fördern Nachbarschaftskultur und reduzieren sozialen Druck.
Mobilität basiert auf einem Mix aus starkem Radverkehr, gutem ÖPNV‑Anschluss und Carsharing. Verkehrsberuhigte Bereiche und Fußgängerzonen werden Vorrang geben, wodurch Lärmbelastung und Emissionen sinken. Parkplätze werden kompakt und oft als gemeinschaftliche Angebote organisiert, sodass öffentlicher Raum weniger durch Autos dominiert wird. Integration von Lastenradstationen und Fahrradwerkstätten erhöht Nutzbarkeit.
Vor dem Praxisteil ein kurzer erklärender Satz. Danach folgen praktische Tipps für Wohnungssuchende, nicht am Abschnittsanfang und nicht am Ende, sondern eingebettet mit Text vor und nach.
Praktische Hinweise für Wohnungssuchende im Sonnwendviertel:
- Auf Gebäudestatus achten, etwa Passivhauszertifikat oder Effizienzklasse, um Betriebskosten besser abschätzen zu können.
- Wohnlage relativ zur U‑Bahn und zu Grünflächen prüfen, kurze Wege reduzieren Mobilitätsaufwand.
- Gemeinschaftsflächen, Fahrradabstellräume und Carsharing‑Angebote in Mietverträgen berücksichtigen.
- Informationsangebote wie Musterwohnungen und Energieausweise vor Besichtigung anfordern.
Nach den Hinweisen ein verbindender Satz: Wer Wohnungsangebote vergleicht, sollte neben Kauf- oder Mietpreis auch Betriebskosten, Hausenergieversorgung und Nachbarschaftsangebote in die Entscheidung einbeziehen.
Smart Building, Monitoring, Zertifizierungen und Beteiligung

Digitalisierte Energiemanagementsysteme im Quartier ermöglichen Verbrauchsoptimierung, Lastmanagement und transparente Abrechnung. Sensoren für Raumklima, Wasserverbrauch und PV‑Ertrag unterstützen Betreiber und Nutzer beim Energiesparen. Monitoringdaten fließen in Zertifizierungen wie klimaaktiv oder ÖGNI ein und erhöhen Chancen auf Förderungen durch die Stadt Wien und den Bund. Partizipation ist institutionalisiert: Bewohnerforen, regelmäßige Werkstätten und Bürgerhaushalte geben Bewohnern Mitwirkungsmöglichkeiten bei Grünpflege, Mobilitätsangeboten und Nutzungsregeln.
Lernorte, Führungen und Informationsangebote vor Ort ergänzen das Angebot. Quartierszentren bieten regelmäßige Rundgänge zu nachhaltigen Technologien, Energieberatungen und Informationsmaterial in mehreren Sprachen. Dies erleichtert die Alltagstauglichkeit nachhaltiger Lösungen und stärkt die Bindung der Bewohner an das Quartier. Abschließend: Das Sonnwendviertel verbindet städtebauliche Qualität mit technischen und sozialen Maßnahmen, sodass nachhaltiges Wohnen in Wien praktisch und attraktiv umgesetzt wird.